KONTAKT
HOME
GÄSTEBUCH
SCHECKIS FORUM
BILDERGALERIE
NEWS....
GEPLANTE REISEN und Termine (VORSCHAU)
LINKS
NEWSLETTER ERHALTEN
BERICHTE BERICHTE BERICHTE
ERINNERUNGEN AN DEN EHEMALIGEN RADDAMPFER GOETHE
ERINNERUNGEN....
RADDAMPFER "WAPPEN VON MINDEN" NICHT MEHR IM FAHRDIENST BEI DER MIFA
LONDON AN EINEM TAG
IMPRESSIONEN 2009
 

Copyright by Schecki

LONDON AN EINEM TAG



 




 
Bericht und Reisetipp zur Tagesfahrt nach London

Wer denkt, dass man die Sehenswürdigkeiten von London nicht entspannt
an einem Tag entdecken kann, der täuscht
Wir haben es ausprobiert und hier gibt es nun einen Bericht mit allen nötigen Tipps.
Als erstes sei gesagt, dass man ein kleiner Schnäppchenjäger sein muß. Wenn man London bei einem Tagesausflug erkunden will, dann geht das natürlich
nur mit dem Flugzeug. In Bremen hat sich seit nunmehr 2 Jahren der Billigflieger Ryanair niedergelassen. Ryanair hat mittlerweile etliche Flugziele, welche ab Bremen angeflogen werden. In London gibt es 5 Flughäfen. Dieses sind Heathrow, Gatwick, Luton, Stansted und City Airport. Von Ryanair wird der Flughafen Stansted angeflogen. Dieser liegt etwa 60 KM vom Zentrum entfernt.Als Zentrum von London bezeichne ich den Bahnhof Liverpool Street. Von hier aus kann man alle Sehenswürdigkeiten problemlos mit der U-Bahn (Underground) erreichen. Ryanair fliegt diese Strecke mehrmals am Tag. Unser Flug startete um 9:25 Uhr.
Ryanair bietet in regelmäßigen Abständen Flüge für 0 - 5 € an, teilweise auch für 10 €.Hierzu sei gesagt, dass grundsätzlich immer noch 5 € Buchungsgebühr pro Fluggast und Richtung fällig werden. Des Weiteren erfolgt bei diesen "Schnäppchenflügen" der Check-In bereits am PC. Hierbei handelt es sich dann um den sogenannten "Online-Check-In". Dieser muß 15 Tage bis 4 Stunden vor dem Flug erfolgen.
Die Bording Card wird hierbei automatisch ausgedruckt, Drucker voraus-
gesetzt, und muß beim Zugang zur Sicherheitskontrolle vorgezeigt werden. Wir haben für den Flug pro Person und Richtung inkl. Bearbeitungsgebühren 10 € bezahlt.

Eine Boing 737-800 des Billigfliegers Ryanair

Negativ bei Billigfliegern wie Ryanair ist, dass es keine Platzkarten für das Flugzeug gibt, es herrscht freie Platzwahl. Gegen einen Aufpreis von 8 € pro Flug kann man allerdings als Erster das Flugzeug betreten und sich somit den besten Platz aussuchen.
Wir haben dieses nicht getan und uns zu der "normalen Meute von Leuten" begeben. Der Wartebereich gleicht hier mehr einer Massenabfertigung.
Auf Informationen in deutscher Sprache darf man bei Ryanair nicht hoffen  Einzig die Sicherheitsanweisungen erfolgen auf Deutsch, allerdings kommen diese von einem Band. Da man aber auch alle nötigen Informationen zum Thema Sicherheit an Bord (Notausgänge, Schwimmwesten etc.) von dem Sitzkopfteil seines Vordermannes entnehmen kann, ist das alles nicht schlimm.

                                Sicherheitsinstruktionstafel

Hat man einen guten Platz im Flugzeug ergattert, ist alles Weitere fast wie Entspannung.Getränke & Snacks sind bei Raynair nicht im Flugpreis inbegriffen. Eine kleine Dose Cola (180 ml) kostet hier um die 1,80 €, ein Pulverkaffee liegt bei etwa 3,00 €.  Snacks (Sandwiches, Wrap, Pizza, Cheesburger, Hot Dog u.a.) liegen zwischen 5 € und 6 €.
Da die Flugzeit nach London nur etwas über eine Stunde beträgt, kann man auf Getränke, so meine ich zumindest, gut verzichten.

   
          Wer einen Fensterplatz ergattert hat, der kann die schöne Aussicht genießen

Nach der Ankunft am Flughafen London Stansted haben Passagiere von Ryanair einen ziemlich langen Weg bis zur Ankunftshalle. Knappe 10 Minuten sollte man hierbei einplanen. Die Passkontolle hingegen ist in wenigen Sekunden erledigt. Übrigens sollte man spätestens jetzt seine Uhr um eine Stunde zurückstellen. Wer sich nicht schon in Deutschland mit der Landeswährung, dem britischen Pfund, eingedeckt hat, sollte nun einen der Geldautomaten in der Ankunftshalle aufsuchen. Der Kurs für ein britisches Pfund liegt zur Zeit bei etwa 1,13 €, also günstig wie nie.
Für die Weiterfahrt ins Zentrum nach London gibt es nun 2 einfache Möglichkeiten.Als erstes hat man die Möglichkeit, mit einem Reisebus direkt ins Zentrum zu fahren. Die Kosten für die einfache Fahrt liegen hier bei etwa 9 Pfund, Hin und Rückfahrt sind hingegen günstiger. Da es mehrere Busunternehmen gibt, variieren die Preise ein wenig. Hier sollte man sich vorher im Internet informieren. Die Fahrzeit mit dem Bus ins Zentrum (Liverpool Street) liegt bei 75 - 90 Minuten. Bis zur Baker Street ist es etwas kürzer.
Die Busse fahren etwa alle 30 Minuten, Abfahrt ist vor dem Flughafen. Als zweite Möglichkeit gibt es noch den Stansted-Express. Dieses ist eine Zugverbindung, welche direkt zum Bahnhof Liverpool Street fährt. Sehr bequem, aber diese Bequemlichkeit hat auch ihren Preis. Wer sich einen Fahrschein am Schalter kauft, muß für eine Rückfahrkarte 28,80 Pfund hinlegen. Beim Kauf am Automaten, oder von Zuhause im Internet ist das Ticket etwas günstiger. Eisenbahnpersonale mit dem FIP Ausweis erhalten eine Ermäßigung von 50 %. Die Fahrzeit zur Liverpool Street liegt hier bei knapp 45 - 50 Minuten.
Wir haben uns natürlich für den Zug entschieden
Nach der Ankunft am Bahnhof Liverpool Street passiert man zuerst die Bahnsteigkontrolle und bewegt sich dann zum Ausgang. Gegenüber vom Bahnhof befindet sich gleich die U-Bahnstation Liverpool Street. Die U-Bahnstationen in London sind  sehr leicht zu erkennen. In London gibt es diverse U-Bahnlinien. Das Netz selber ist in 6 Zonen aufgeteilt. Je weiter man fährt, umso mehr Zonen sind es. Dieses ist wichtig beim Ticketkauf am Automaten. Am einfachsten löst man am Automaten eine Tageskarte für die Zonen 1-4. Mit dieser Fahrkarte kann
man dann alle U-Bahnen und alle Busse in den Zonen 1-4 nutzen. Diese Tageskarte liegt bei etwa 7,30 Pfund und ist für eine Person gültig. Karten, auf denen man mit mehreren Personen fahren kann, gibt es in London nicht. Jeder brauch somit seine eigene. Die wichtigste U-Bahnlinie ist die "gelbe Linie", the Circle-Line. Diese Linie hat 27 Haltestellen und man kommt mit ihr zu allen wichtigen Punkten und Sehenswürdigkeiten.
 
 
                                                     
 Zeichen für die U-Bahn / U-Bahnstation      Streckennetz der Londoner Underground
                                         
Am Eingang, sowie auch am Ausgang zu jeder U-Bahnstation befinden sich Schranken. Diese öffnen sich nur, wenn man eine gültige Fahrkarte durch den Scanner schiebt. Unser erstes Ziel war der Tower of London, sowie die Londoner Tower Bridge.
Die Eintrittspreise in London sind, meiner Meinung nach, unnormal. 
Hier einige Beispiele:
Tower of London 17 Pfund; Madame Tussauds (Wachsfigurenkabinett) 25 Pfund; eine Stadtrundfahrt im Doppeldeckerbus 25 Pfund (24 Std. Ticket verschiedene Linien und eine kurze Schiffslinie inkl.). Aufgrund dieser Preise entschlossen wir uns, auf einen Besuch des London Tower zu verzichten. Unweit des Towers steht die berühmte Londoner Tower Bridge. Ein enormes Bauwerk, welches sich über die Themse streckt und die City von London mit dem südlichen Stadtteil Southwark verbindet.

    
      
Die Tower Bridge von London             Der Südturm der Tower Bridge

Sehr gewöhnungsbedürftig ist übrigens der in England übliche Linksverkehr. Das wird einem spätestens auf der Tower Bridge bewußt. Unser nächster Weg führte uns zurück zur Underground. Die Circle Line brachte uns von der Station London Tower zur Station Baker Street. Was kommt einem bei dem Namen Baker Street sofort ins Gedächnis ? Richtig, Sherlock Holmes. Nach verlassen der Underground Station wird man von Sherlock gleich in Empfang genommen.
Eine große Sherlock Holmes Statue steht neben dem Eingang.  
Der große Meisterdetektiv Sherlock Holmes aus der Baker Street

Ein kurzes Stück neben Sherlock Holmes findet man auch gleich die nächste berühmte Sehenswürdigkeit, das Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds. Ein riesiger Komplex streckt sich die Straße entlang. Mehrere Eingänge und eine Menge Personal säumen die Straße. Die Eintrittspreise lassen einen allerdings sofort wieder zurückschrecken. Um einen Blick auf in Wachs nachgebildete Persönlichkeiten zu werfen, sind stolze 25 Pfund zu berappen.Wir beließen es bei einem Blick in das Foyer und machten uns auf die Suche nach einem netten Pub oder Restaurant, denn die Mittagszeit war lange herbeigeeilt.In der Baker Street findet man eine Menge von Fast Food Läden, aber danach war uns irgendwie nicht. Und siehe da, wer suchet, der findet. Gar nicht weit entfernt stießen wir auf ein gemütliches, gepflegtes Pub mit schöner Speisenauswahl.
Nach dem wir einen Tisch gefunden hatten, warteten wir auf die Bedienung. Selbige flitze immer mal vorbei, aber uns galt keinerlei Beachtung. Nach einigen Überlegungen kam uns wieder eine Situation aus einem Pub in Luzern in Erinnerung. Dort war es so, dass man seine Getränke und Speisen vorne an der Theke bestellt. Schlußfolgerung daraus war: 
Pub in Luzern war ein Pub wie in England, hier London, London ist in England.
Also probierten wir es mal so wie in Luzern
 
Gesagt, getan. Und siehe da.... Bezahlt wurde gleich vorne. Das Bier nahm man mit und das Essen wurde später gebracht. Wieder ein Erfolgserlebnis.
Achso, was ißt man traditionell in England ?? Richtig, Fish & Chips.


 Fish & Chips mit Erbsen - sehr lecker
 
Unsere Vermutung, dass Fish & Chips bestimmt ziemlich fettig und nach Friteuse schmecken, konnte überhaupt nicht bestätigt werden. Das, was uns da serviert wurde, war wirklich lecker und alles andere als eine mit Fett vollgezogene Mahlzeit.
In England scheinen frische Erbsen zu jedem Essen dazu zu gehören. Kurz blanchiert waren sie schön knackig und lecker.
Da dieses Pub eine gewisse Gemütlichkeit auf uns ausstrahlte, kamen wir nicht drum herum, noch ein weiteres Bier zu bestellen. Jenny wählte noch ein Fosters und die Reiseleitung entschloß sich für eine andere Sorte. Sehr schön ist übrigens, dass die Engländer die Gläser bis zum Rand voll machen.
                                                
                                     
                                               Hier gibt es noch volle Gläser
Jeder von uns weiß natürlich, dass man nach 2 leckeren Bieren und einem guten Mittagessen immer Durst auf mehr bekommt..... ABER... Nein, wir hatten ja noch ein bißchen was auf dem Zettel und so verließen wir, schweren Herzens, den Pub. An was denkt man automatisch, wenn man an ein typisches Verkehrsmittel in London denkt? Richtig, die roten Doppeldeckerbusse. Gerüchten zu folge sollte es schon seit einiger Zeit keinen dieser hübschen Doppeldeckbusse mehr in London geben. Dieses Gerücht kann ich nicht bestätigen. Lediglich die ganz alten Doppeldeckerbusse sind aus dem Stadtbild verschwunden. Heute verkehren nur noch neuere. Viele dieser Busse sind von Volvo gebaut. Direkt neben dem Pub war eine Bushaltestelle, an der alle paar Minuten einer dieser urigen Busse stopte. Die Lust auf eine Fahrt im Doppeldeckerbus durch London war damit geweckt. Da wir ja im Besitz einer Tageskarte für Bus & Bahn waren, galt es nun nur noch die richtige Richtung zu bestimmen. Da wir in der Baker Street die Hausnummer 221a leider nicht gefunden haben, stoppten wir an der nächsten Bushaltestelle und warteten auf einen Doppeldeckerbus. In dem Haus, in dem Sherlock Holmes angeblich gelebt haben soll, befindet sich ein Sherlock Holmes Museum.
Zu der Zeit in der Sherlock Holmes angeblich gelebt haben soll, ging die Baker Street übrigens nur bis zur Hausnummer 100. An dieser Stelle sei nun das Geheimnis um den großen Meisterdedektiv gelüftet, er ist und war immer nur eine Figur aus einem Roman vom britischen Autor Sir Arthur Conan Doyle. Ja liebe Leser, es ist wirklich so - bitte nicht traurig sein  
Doch nun zurück zu unserer Busfahrt. Nach kurzem Warten kam er angefahren, ein Doppeldeckerbus der Linie 27 Richtung Turnham Green. Jenny und ich gingen direkt nach oben und wir ergatterten sogar 2 Plätze in der ersten Reihe. Auf Panoramaplätzen durch London, was will das Herz da mehr ?? Hm, höchstens ein leckeres Bier vom Faß. Es folgte eine ausgibige Fahrt durch London. Jedem sei so eine Fahrt zu empfehlen, denn man sieht Stadtteile, in die man wohl sonst nicht kommen würde. Urige Straßen und Gebäude, dass Treiben auf der Straße und natürlich der "normale" Straßenverkehr hinterlassen bei so einer Fahrt viele Eindrücke. Geldautomaten und Fast Food Läden sichtet man dabei übrigens an jeder Ecke. Nach knapp 55 Minuten erreichte unser Bus die Endstation. Leider war hier keine U-Bahn in der Nähe, sodass wir mit einem anderen Bus, dieses mal leider kein Doppeldecker, wieder ein Stück zurück fahren mußten.
   Gleich 3 Doppeldecker und ein "Normaler" präsentieren sich hier für Schecki Reisen
An der Haltestelle Hammersmith wechselten wir wieder in die Underground. Diesmal ging es mit der Rosa-Linie, der Hammersmith & City Line, über Paddington, bekannt aus dem guten alten Miss Marple Film 16:50 Uhr ab Paddington, mit Umsteigen in die gelbe Linie, the Circle Line, zum Regierungsvietel Westminster. Hier ist man gleich bei mehreren Sehenswürdigkeiten gelandet. Als erstes sei hier natürlich der Buckingham Palace, dort wo die englische Königin ihren Regierungssitz hat, genannt.
Als zweites die Kirche Westminster Abby und natürlich, nicht zu vergessen, der große Benjamin - Big Ben. Die Gegend ist allerdings, wie soll es auch anders sein, von Touristen überlaufen. Jeder möchte ein Foto von sich und Big Ben, oder auch vom London Eye, dem mit 135 Metern größten Riesenrad in Europa. Die Reiseleitung hat hier natürlich sofort eine Marktlücke entdeckt und sagte zu seiner liebsten Begleitung: 
You like a Pic with Big Ben ?? 5 Pounds
Jenny war davon nicht sehr begeistert und somit sah ich von den 5 Pfund wieder ab. Nett wie ich bin, machte ich noch ein Foto für eine uns unbekannte Dame, im Hintergrund sollte das London Eye sein. Diese Dienstleistung erfolgte natürlich kostenlos

 
   Blick auf das Riesenrad "The London Eye", sowie auf Buckingham Palace (Bild:Wikipedia)

 
Big Ben aus zwei verschiedenen Perspektiven

Da die Zeit schon sehr weit fortgeschritten war, hatten wir nun die Wahl zwischen einem Besuch vom Buckingham Palace, oder einem Spaziergang an der Themse. Hier sah man aus einiger Entfernung, dass alte Schiffe dort am Ufer lagen. Eines von denen sah aus wie ein sehr großer Raddampfer. Diese Sichtung machte uns unsere Entscheidung leichter und somit fiel die Wahl auf den Spaziergang. Aus diesem Grund kann vom Buckingham Palace hier auch nur ein Bild von Wikipedia gezeigt werden. Doch nun zurück zum Spaziergang. Nach wenigen Augenblicken wurde gewiss, dass es sich bei dem gesichteten großen Schiff tatsächlich um einen Schaufelraddampfer handelt. Als wir dem Schiff noch näher kamen, fiel auch gleich der Name ins Auge. "Tattershall Castele" stand vorne auf dem Bug geschrieben. Für diejenigen, die wissen möchten welcher Schaufelraddampfer hier liegt sei kurz gesagt, dass es sich bei der Tattershall Castele um ein 1934, ursprünglich als Fährschiff gebauten Raddampfer handelt. Er verkehrte in der Zeit von 1934 bis 1974 auf dem Humber River zwischen Kingston upon Hull und New Holland. Nach Außerdienststellung im Jahr 1974 lag er längere Zeit herum und wurde im Jahr 1981 nach London verkauft. Hier liegt er seit 1982 als Pub und Night Club an der Themse. Vor einiger Zeit wurde das Schiff für einige Millionen Pfund renoviert. Fotos möchte ich dem Leser dieses Berichtes natürlich nicht vorenthalten:

 
Der 1934 gebaute PD Tattershall Cstele liegt heute als umgebauter Pub & Nightclub im Londoner Statteil Embankment an der Themse (rechtes Bild: Quelle Wikipedia)
 
Auf dem Schiff war reges Treiben und so ließen wir es uns natürlich nicht nehmen, den "alten Dampfer" mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Zuerst allerdings zog es uns auf das Vorschiff. Hier war eine Art Biergarten aufgebaut und wie das Schicksal es wollte, gab es sogar noch einen freien Tisch ! Tja, das war dann wohl unser
Vor der weiteren Begutachtung gab es  somit noch eine kleine "Bierpause". Die Bierpreise sind unseren in Norddeutschland ziemlich ähnlich. Umgerechnet liegt der halbe Liter hier bei etwa 3,20 €. Meine Wahl fiel dieses Mal auf ein Guinness, Jenny blieb bei dem bewährten Fosters.
 
Fastziniert blickt die Reiseleitung auf die vielen Zapfhähne mit diversen Biersorten

 
    Blick auf die Theke vom Vorschiff         Nein Jenny,es gibt kein Zweites      
Unter dem Motto Guinness gut, alles gut, galt das Interesse nun der Dampfmaschine. Wir mußten nicht lange nach ihr suchen. Ähnlich wie früher beim Schaufelrad(dampfer) GOETHE kann man vom Hauptdeck in das sogenannte Maschinenhaus blicken. Was man hier sah war ein riesiges Antriebsaggregat, samt riesiger Kesselanlage. Auch diese Eindrücke will ich in diesem Bericht keinem vorenthalten:

 
Blick in den Maschinenschacht auf die Dampfmaschine vom Tattershall Castele 
 
 
                      Und hier der Blick auf einen Teil der Kesselanlage

Der Rest des Schiffes ist sehr schön und elegant hergerichtet.Viel englischer Stil.
Zu späterer Stunde hätten wir bestimmt noch gerne das ein oder andere Bier in einem der schönen Salons getrunken, doch da die Zeit sehr weit fortgeschritten war, mußten wir langsam an die Rückfahrt zum Flughafen Stansted denken. Vor der Zugfahrt mit dem Stansted-Express lag ja auch noch die Fahrt mit der bereits mehrfach genutzten Underground, genauer gesagt mit der gelben Circle Line zum Bahnhof Liverpool Street.
Da die U-Bahn alle Paar Minuten verkehrt, mußten wir nicht lange an der Station warten. Nach knapp 15 Minuten und 6 Stationen erreichten wir wieder den Bahnhof Liverpool Street an.

Hier ein kleiner Ausschnitt des U-Bahn Netzes in London

Bis zur Abfahrt des Stansted Expresses war noch Zeit und da wir noch ein bißchen was von der englischen Währung übrig hatten, galt es noch etwas gegen den aufkommenden Hunger zu tun. Da gleich neben dem Bahnsteig ein Fast Food Restaurant seine Speisen und Getränke anbietet, wählten wir etwas aus dem reichhaltigen Angebot.Anschließend absolvierten wir mit Bravour die Bahnsteigkontrolle und fanden sogar noch einen Sitzplatz in dem sehr gut gefüllten Zug Richtung Flughafen. Pünktlich um 18:10 Uhr setzte sich der Zug in Bewegung und nach knapp 50 Minuten erreichten wir Stansted-Airport.

Fahrkarte für den Stansted Express

Hier folgte nun wieder die obligatorische Sicherheits- und Paßkontrolle und schon befanden wir uns im Duty Free Bereich. Der Weg zum Abfluggate war hier, wie auch schon bei der Ankunft vom Gate zur Ankunftshalle, endlos. Hinweisschildern konnte man entnehmen, dass man gut 12 Minuten Fußweg vor sich hatte.Aber auch diesen Weg brachten wir ohne nennenswerte Probleme hinter uns. Die Abflugzeit war für 20:15 Uhr angesetzt. Alle Fluggäste fanden sich rechtzeitig am Gate ein. Was allerdings fehlte war das passende Flugzeug. Der Mitarbeiter vom Bodenpersonal war mit einem Mal damit beschäftigt, den Absperrbereich vor dem Ausgang neu zu ordnen. Dieses Spektakel war sehr amüsant zu beobachten. Irgendwann, es muß so gegen kurz nach 20 Uhr gewesen sein, kamen spärliche Informationen auf Englisch. Diesen konnte man sinngemäß entnehmen, dass die Besatzung für den Flug nach Bremen mit einem anderen Flugzeug kommt, dieses aber verspätet sei. Wenige Minuten später tauchte dann ein Pilot auf, welcher nach Absprache mit dem Mitarbeiter des Bodenpersonals sich auf das Vorfeld begab und eine dort stehende Ryanair Boing 737-800 aufrüstete. Gegen 20:35 Uhr erfolgte schließlich der Einlaß ins Flugzeug. Dieser Vorgang lief etwas hektisch ab und die Mitarbeiterin, welche die Bording Cards kontollierte, war sehr nervös und wohl auch leicht überfordert. Wie es auch sei, wir ergatterten 2 Plätze in der fünften Reihe und der Platz neben uns blieb sogar noch frei.


Die eigentliche Abflugzeit war um 20:15 Uhr

Der Rückflug selber war ziemlich unspektakulär. Mit einer Verspätung von etwa 20 Minuten erreichten wir schließlich wieder die Hansestadt Bremen. Die "Einreise" in die Heimat ging sehr schnell, sodass wir wenige Minuten nach der Ankunft bereits im Auto saßen und die letzte Tagesetappe anstrebten konnten.
Ein schöner Tag mit vielen Eindrücken ging somit zu Ende.

 

Fazit & Tipps:

Wer einmal günstig nach London möchte und keine Lust auf eine lange Bustour hat, der ist mit Ryanair gut beraten. Auch wenn es manchmal ein bißchen umständlich ist, ich denke da speziell an das Buchen & das Einchecken etc. Wir haben für den Hin & Rückflug pro Person 20 € ikl. aller Gebühren bezahlt. Dieses ist, so meine ich, nicht zu toppen. Was noch ein bißchen in das Budget schlägt, ist die Bahnverbindung vom Flughafen in die City. Aber auch hierfür gibt es ja gute Alternativen. Hier nun noch einige Tipps für die Durchführung einer Tagesreise:

 
1.)  Rechtzeitiges Buchen des Fluges bei Ryanair, die Sonderangebote (Flug für 0 – 5 € pro Richtung) nutzen. Eine Tagesfahrt nach London lohnt sich, aufgrund des unterschiedlichen Flugplanes von Raynair, am besten Di, Mi oder Do. An diesen Tagen besteht die beste Möglichkeit, da der Hinflug um 9:25 Uhr ab Bremen stattfindet und ein später Rückflug möglich ist. Abflug in London ist dann, je nach Wochentag, zwischen 19:30 Uhr und 20:15 Uhr. Bei den Flügen am Freitag bekommt man erfahrungsgemäß keine Schnäppchenpreise. Hierbei sei auch noch einmal gesagt, dass in London eine Zeitverschiebung von 1 Stunde nach hinten besteht. Das heißt im Klartext, dass man eine ganze Stunde gewonnen hat, denn man fliegt um 9:25 Uhr in Bremen los und ist um 9:30 Uhr Ortszeit in London.

2.)  Informationen über das Netz der Londoner Underground (U-Bahn) sollte man sich vor der Reise einholen. Hierzu empfiehlt sich die Nutzung einer Suchmaschine im Internet.

3.)  Man sollte sich vor der Reise über die Sehenswürdigkeiten von London und deren Eintrittspreise informieren. So weiß man was man sehen will und kann sich seine Tour durch London vorher gut zusammenstellen. Ein Städteführer kann da sehr hilfreich sein und ist in jeder Buchhandlung zu haben 

4.) Sollte die Wahl für die Fahrt ins Zentrum von London auf den Stansted-Express fallen, empfiehlt es sich, die Fahrkarten vorher im Internet kaufen. Hierbei spart man pro Ticket einiges an Geld




Sollten mir noch weitere Tipps einfallen, werde ich die Liste natürlich ergänzen







Heute waren schon 1 Besucher (4 Hits) Freunde von Schecki Reisen hier !
=> Willst du auch eine kostenlose Homepage? Dann klicke hier! <=